Eine Perle am Bodensee

Im familiär geführten hogast-Mitglied „Hotel Seeperle“ in Langenargen am Bodensee soll der Gast – ganz im Sinne des Gastgebers – einfach die Seele baumeln lassen. Genuss steht hier im Vordergrund. Die Lage ist geradezu ideal, wenn man das vielfältige Angebot der Bodenseeregion erkunden möchte. Das mediterran eingerichtete Haus bietet ein besonderes Flair, ein Urlaubsgefühl stellt sich hier von der ersten Minute ein. Die family-Redaktion war bei Familie Wocher eingeladen und durfte Interessantes aus dem Unternehmer-Alltag erfahren.

Herr Wocher, bitte beschreiben Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen der hogast-Familie Ihr Unternehmen. Wie ist Ihr Haus strukturiert, was ist die Unternehmensphilosophie und was sind Ihre USPs?

Wir sind ein Familienhotel am Bodensee – zwischen Lindau und Friedrichshafen. Das Haus besitzt 17 Zimmer und 8 Ferienwohnungen; dazu eine Konditorei, ein Café und einen 5 ha großen Obstgarten, mit dessen Produkten die hauseigene Brennerei Brände für Kunden in ganz Deutschland erzeugt. Die direkte Seelage und der am Haus entlangführende Bodenseeradwanderweg zeichnen uns besonders aus. Eine Hausphilosophie gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Wir möchten, dass sowohl unsere Gäste als auch wir als Gastgeber und das gesamte Team sich selbst treu bleiben. Ein gemeinsames Wohlbefinden in familiärer Atmosphäre ist das tägliche Ziel. Der Gast wird stets als Freund des Hauses betrachtet und mit einem Maximum an Herzlichkeit und offen behandelt.


Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem persönlichen Unternehmer-Alltag?

Zuerst ist es sicher die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie. Mit drei Kindern ist hier natürlich viel Koordination gefragt. Zudem beschäftigt uns das Thema, in saisonalen Spitzenzeiten mit unserem Stammpersonal (manche sind schon fast 15 Jahre bei uns) das Auslangen zu finden. Hier ist Mitarbeitermotivation gefragt und wir versuchen klar zu vermitteln, dass das alle gemeinsam durchstehen. Nicht zuletzt hat sich, wie sicher bei den meisten Kollegen, das Verhältnis deutlich von operativer zu administrativer Arbeit verschoben. Während wir früher vielleicht 20 % der Zeit im Büro verbracht haben, sitzen wir heute manchmal die Hälfte des Tages dort. Dokumentationen, Verordnungen usw. rauben die Zeit, die wir lieber den Gästen widmen würden.


Wollten Sie immer schon Hotelier/ Gastronom werden?

Ganz klar, Nein ! Ich selbst bin gelernter Obstbautechniker und meine Frau ausgebildete Schauspielerin, die während des Studiums in gastronomischen Jobs tätig war – auch hier in der Seeperle (lacht). Aber das war vor der gemeinsamen Zeit. Zum Hotel kam ich, als mir mein Vater vor vielen Jahren beim Winterschnitt im Obstgarten die Frage nach einem Hotelneubau stellte und wir uns dann mit dieser Idee weiter voranwagten. Das Haus bauten wir 1999 – mit meiner Frau bin ich seit 2004 zusammen.


Ihr Haus ist seit rund 3 Monaten Mitglied bei der hogast, also noch nicht so lange. Welche Erfahrungen haben Sie in dieser relativ kurzen Zeit gemacht?

Wir haben sehr schnell ein „inniges“ Verhältnis zur zentralen Buchhaltung aufgebaut. Mir war anfänglich das System der Abrechnung nicht ganz klar. Hier haben die Kollegen in Salzburg aber vorbildlich und jederzeit kompetent geholfen. Wir hatten sofort das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer starken Gemeinschaft. Auch sehr positiv empfanden wir die umgehende Reaktion der Lieferanten, die sich schnell, aber keinesfalls aufdringlich, als hogast- Partner bei uns vorgestellt haben. Besonders fiel hier die Fa. Aficom auf, bei der wir bereits vorher Kunde waren und die uns ohne weitere Diskussion als hogast-Mitglied begrüßte und sofort die vereinbarten zusätzlichen Rabatte angeboten hat.


Was waren schlussendlich für Sie die Beweggründe, der hogast beizutreten?

Ganz klar Ihr Kollege vor Ort, der uns angesprochen und das System vorgestellt hat. Natürlich kannten wir bereits die Idee des Gruppeneinkaufs und dessen Vorteile. Bei uns waren vorher schon alle Mitbewerber der hogast – aber letztendlich hat das sehr positive Bauchgefühl im Umgang miteinander die Entscheidung gebracht. Zudem passte auch von Beginn an die Struktur meiner Lieferanten zum Angebot der hogast.


Frau Wocher, wir haben ja eingangs gehört, dass Sie auch Schauspielerin sind. Wo muss man besser Schauspielen können, auf der Bühne oder im Hotel?

Das kann man nicht so generell sagen – eigentlich sehe ich da keinen wirklichen Unterschied. Im Hotel bin ich die Person „Wocher“ und habe auch als solche Spaß am Schauspiel, da ich ja täglich mit unterschiedlichsten Menschen völlig unterschiedlich umgehe, andere Reaktionen erlebe und verschiedene Situation meistere. Auch sich auf total unterschiedliche Charaktere einzustellen, ist der Schauspielerei ähnlich. Außerdem ist beide Male Publikum vorhanden!


Herr Wocher, Sie haben sich für eine Fernseh-Doku im nächsten Jahr beworben und wurden auch ausgewählt – bald beginnen die Dreharbeite. Was waren die Beweggründe für diesen Schritt?

Zum einen natürlich, dass meine Frau eine Affinität zum Thema hat und es natürlich toll fand, eine Bühne für unser Hotel zu bekommen. Außerdem sehen wir große Chancen und Möglichkeiten, unser Haus zu präsentieren. Diese Art der Werbung ist bei fast 3 Mio. Zuschauern eigentlich nicht auf regulärem Weg käuflich.
 

Gibt es schon konkrete Zukunftspläne für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens?

Derzeit haben wir eigentlich keine Ambitionen. Das Haus ist ohnehin erst 15 Jahre alt und der Bau an sich aufgrund seiner Lage am See und innerorts nicht erweiterbar. Viel wichtiger ist uns die dauerhafte Etablierung und Positinierung am Markt als kleines, schickes Familienhotel. Auch am guten Ist- Zustand werden wir weiterarbeiten und versuchen, uns täglich weiter zu verbessern.

 

Aus der "hogast family" | Ausgabe Winter 2014/15, Seiten 6 - 7

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